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Malteser Weiler bei Bingen

"Kusskuss in der Kuschelmuschel" (2010)

Ein Dreiakter von Erich Koch

Bericht von Wolfgang Muskau 

Ein "Konversionsprojekt" der besonderen Art in Weiler präsentierte die Theatergruppe des örtlichen Malteser Hilfsdienstes mit seiner Komödie in drei Akten "Kusskuss in der Kuschelmuschel" von Erich Koch:

Die schlecht gehende Pension von Hans (Sven Schaumlöffel) wird in zwei Teilen umgewandelt für "Betreutes Wohnen" und in Séparées für intime Stunden und erhält den wohlklingenden Namen "Chez Jean". Diese findige Idee hatte Bürgermeister Gustav (Thomas Marra), der im Vorspann auch seinen "Vorgänger im Amt" Erwin Owtscharenko herzlich begrüßte. Auch das richtige Personal hat Gustav gleich engagiert. Die türkische Putzfrau Aise (Ursula Harnecker), deren Vater aus "Ippessem" kommt und daher kein Deutsch kann, für die Senioren und die mit französischem Akzent säuselnde Chantal (Julia Wanderer) für den Nobelbereich. Natürlich hat Gustav dabei zuerst an sich gedacht, sucht er doch ein kuscheliges Zimmer für sein heimliches Treffen mit seiner Geliebten Nina (Kathrin Schäfer-Kumm), einer reichen Witwe aus Bingen. Aber auch der spleenige General a.D. Pfeiffer (Markus Schäfer), mit drei F und einem Ei und der Schwerenöter Arnold Schwarzenbäcker (Holger Esser) nutzen gerne das Angebot.

Dass Erika (Anna Schadt) auch genug von ihrem Gatten Gustav hatte und ebenfalls neues erotisches Terrain im gleichen Haus erkundet, gibt der Sache den richtigen Pfiff. Lea Schwarzenbäcker (Freia Schmitt) versucht jedoch zunächst ihrem Untreuen selbst als Mann verkleidet auf die Schliche zu kommen und weckt sinnliche Begehrlichkeiten bei dem alternden Gesangsstar Monika "Momo" Hinkel (Ulla Owtscharenko), die mit ihrem Mann Balduin Hinkel, hervorragend dargestellt ebenfalls von Holger Esser in einer Doppelrolle.

Als Dirigenten des Geschehens immer mittendrin und bemüht, Schlimmeres zu verhindern, Aise und Chantal. Als endlich Ruhe einkehrte, hatte jeder einen neuen Partner, außer den Senioren Hinkel, die sich lieber wieder ins Altersheim zurück zogen.

Die Spielfreude und der Witz der Darsteller, gepaart mit Dialogen, direkt auf Weiler und die Nachbarorte bezogen, lösten während des ganzen Stückes viel Szenenapplaus aus und brachten das Publikum stets zum Lachen, das den Gästen die Tränen in den Augen standen. Ein starker Schlussapplaus war der Dank.

 

In die Rollen schlüpften:

    Sven Schaumlöffel als Pensionsbesitzer Hans
    Thomas Marra als Bürgermeister Gustav
    Anna Schadt als Erika, die Frau des Bürgermeisters
    Holger Esser als Arnold Schwarzenbäcker, Geliebter von Erika
    Freia Schmitt als Lea, Arnold's Frau
    Kathrin Schäfer-Kumm als Nina, die Geliebte von Gustav
    Julia Wanderer als Chantal, zuständig für die Separees
    Ursula Harnecker als Aise, zuständig für Betreutes Wohnen
    Holger Esser als Balduin Hinkel, Kandidat für Betreutes Wohnen in der Doppelrolle
    Ulla Owtscharenko als Monika Hinkel, seine Frau
    Markus Schäfer als General a.D. Pfeiffer, mit drei "F"

Das Theaterstück wurde mit einem Sketch angekündigt durch

    Edith Stumm, Ulla Owtscharenko und "Bürgermeister" Thomas Marra

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