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Malteser Weiler

"Italienische Zuständ" (2011)

Ein Dreiakter von Ulla Kling

Bericht von Wolfgang Muskau

Wie in Weiler „Italienische Zuständ“ in einem eigentlich bürgerlichen Gastbetrieb entstehen können, demonstrierten mit ihren exzellenten schauspielerischen Talenten die Laiendarsteller der Theatergruppe der Weilerer Malteser in dem gleichnamigen Dreiakter von Ulla Kling.

Grund für die turbulenten Geschehnisse in der imaginären Pension „Zum Rheinblick“ am Weilerer Hörnchen, ist die Besessenheit des Wirtes Markus Moser (Sven Schaumlöffel), für sein Restaurant den vierten „Silbernen Suppenlöffel“ zu ergattern und das mit einem Koch Toni Ferstl (Markus Schäfer) der außer Sauerbraten, der nach Schweinebraten schmeckt, kulinarisch nichts zu bieten hat. Als der sich auch noch mit seiner Freundin Kuni (Kathrin Schäfer-Kumm), die neben dem Service noch als Hausdame und Zimmermädchen fungiert, zerstreitet und diese das Haus verlässt, sieht Markus alle Felle davon schwimmen, wäre da nicht der Italiener Angelo Pocelli, von Thomas Marra erstklassig dargestellt, der sich regelrecht aufdrängt, mit lockeren Sprüchen: „Grappa für den Papa , „Tutti Frutti für die Mutti“ bei den Herren und mit seinem Charme besonders bei dem jungen weiblichen Gast Ramona (Julia Wanderer) beliebt macht, sehr zum Leidwesen deren Tante „Fräulein“ Elise Glöcklein ( Anna Schadt).

Derweil ertränkt Toni seinen Trennungsschmerz mit Gast Eberhard Pfeiffer (Holger Esser), der seinerseits in Kniebundhosen und Wanderschuhen vor seiner Frau Cilly (Ursula Harnecker) flieht, bei ein paar „Schoppen“. Das Ergebnis dieser Tour konnte sich in jeder Beziehung sehen lassen.

Angelo weiß auch rat, als Toni in der Küche ebenfalls ausfällt: Er holt seine Mama Teresa (Freia Schmitt), die fortan in die Küche zur „Kommandozentrale“ erklärt, das Regiment führt und endlich Abwechslung in die Speisekarte und mit Angelo Schwung in den Laden bringt. Stets beweist sie, „Teresa habe großes Herz!“ und „Sitze auf eine Strang und ziehen an eine Wurst!“ Dabei schafft sie es sogar, Toni „Gutes Cuccino“ zu lehren. Als Kuni wieder auftaucht, hat sie gelernt, wie man sich durchsetzt und rückt die Verhältnisse wieder zurecht. Am entscheidenden Tag, an dem der Restaurantprüfer erwartet wird, haben alle etwas dazu gelernt und sind sich einig, dass die Auszeichnung kommt. Aber, der Prüfer ist erkrankt und das Testessen findet erst in vier Wochen statt. Teresa und Angelo müssen bleiben und die Italienischen Zuständ‘ bleiben Markus noch etwas erhalten.

Das Publikum ist sich einig: Hier war ein kurzweiliges Stück von allen Beteiligten bestens interpretiert und in Szene gesetzt worden. Die Spielfreude war den Akteuren noch beim Abspann anzumerken, in dem übermütig Sven Schaumlöffel als Sven Suppenlöffel vorgestellt wurde.

Zum Abschluss trafen sich die Akteure und das Publikum zum fröhlichen "Pizza-Essen" in der Bürgerstube - ein toller Erfolg!

In die Rollen schlüpften:

    Sven Schaumlöffel als Wirt "Zum Rheinblick"
    Markus Schäfer als "unglücklicher" Koch, der viel dazu gelernt hat
    Kathrin Schäfer-Kumm als Kellnerin Kuni
    Thomas Marra als der "heißblütige Italiener" Angelo Pocelli
    Freia Schmitt als "Italienische Dampfnudel" Mutter Teresa
    Holger Esser als der "geplagte Ehemann" und Feriengast
    Ursula Harnecker als die "liebenswerte" Ehegattin
    Anna Schadt als das "reiche Fräulein" auf der Suche nach Erholung
    Julia Wanderer als "zauberhafte" Nichte, auf die Angelo ein besonderes Auge wirft

Das Theaterstück wurde mit einem Sketch sportlich angekündigt mit dem Hinweis auf den geplanten Panoramaweg durch

    Holger Esser, Anna Schadt, Julia Wanderer, Freia Schmitt

Souffleuse

    Iris Grünewald
    Hannelore Netolitzky

Maske

    Gabi Rauber

Technik und Bühnenbau

    Winfied Diehl
    Thorsten Harnecker
    Volker May
    Marcel Müller
    Matthias Netolitzky
    Ulla Owtscharenko
    Edith Stumm
    Björn Weirich
    und das gesamte Malteser-Team

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