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Malteser Weiler bei Bingen

"Alter schützt vor Liebe nicht" (2014)

Ein Dreiakter von Walter G. Pfaus

Bericht von Wolfgang Muskau

„Alter schützt vor Liebe nicht!“ diese Weisheit brachte die Theatergruppe des Malteser Hilfsdienstes (MHD)  nach dem gleichnamigen Dreiakter von Walter G. Pfaus  den rund 600 Zuschauern in der Rhein-Nahe-Halle auf amüsante  Weise näher. Dabei lieferte das Ensemble des MHD eine professionelle  Vorstellung ab. Die Handlung wurde so spannend und kurzweilig präsentiert, dass das Publikum überrascht war, wie schnell so ein 45 – Minuten-Akt vorüber war.

Die Verwandlung, die späte Liebe in dem abgehalfterten Privatier Dagobert Eberle (Thomas Marra) auslöst, kommt allerdings nicht ohne kleine Täuschungen aus. Natürlich werden diese letztlich alle aus dem Weg geräumt.

Schon lange liegt dessen Sohn Werner (Daniel Marra) dem chaotischen Alten vergeblich in den Ohren, sich selbst und sein Haus durch Heirat wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Erst als die neue Nachbarin Helene Weinberg (Annika May) in dem Durcheinander auftaucht erinnert sich Dagobert an seine männlichen Attribute und verliebt sich sofort. Um sich, auch durch sein persönliches Erscheinungsbild nicht aller Chancen zu berauben, gibt er sich als sein eigener Vater aus und behauptet: „Der Dagobert ist in London“. Seinen Sohn Werner macht er kurz entschlossen zu seinem Bruder. Damit löst er weitere Verwirrungen aus, denn seine Mutter Philomena (Ulla Owtscharenko) ist zwar blind, wie ein Maulwurf, verträgt keinen Kohl und ist der Überzeugung: „Morgen kommt der Adenauer nach Weiler“. Dafür hört sie aber besser, als die trampelhafte Haushälterin Katrin Lieblich (Freia Schmitt), die ständig im Streit mit Dagoberts Freund Hugo Kuhn (Sven Schaumlöffel) liegt, obwohl die beiden sich näher sind, als sie zugeben.

Als Helene etliche Stunden später wieder auftaucht, hat sich Alles geändert: Wohnung in Ordnung, Dagobert adrett und sogar Katrin hat sich in eine fesche Frau verwandelt. Grund genug für Apotheker Jürgen Pieske (Holger Esser) sich, obwohl verheiratet, wie ein Gockel zu verhalten.

Aber auch Helene flunkert. Um sich jünger zu machen, gibt sie ihre Tochter Diana (Lea Schieferstein) als ihre Schwester aus. Diese kommentiert die Szenerie regelmäßig wortlos mit eindrucksvoller Mimik und findet letztlich Gefallen an dem feschen Finanzbeamten Werner. Als ein Festessen ansteht, an dem auch der „Vater“ teilnehmen soll, wird die Lage schwierig. Denn auch Hugo verweigert, diesen zu spielen. Dafür  zeigt er jetzt offen Interesse an Katrin. Aber erst nachdem der Apotheker die Eifersucht in ihm weckt, kommt er zur Sache und Katrin erlebt den erwünschten Wirbelsturm. Jetzt wird es den beiden heiratswilligen Jungen zu bunt, zumal beide die Täuschungen durchschaut haben und zwingen Helene und Dagobert sich in einem zähen Ringen zu offenbaren. Als Alter und Verwandtschaftsverhältnis geklärt sind stellen sie einmütig fest: Alter schützt vor Liebe nicht!“

Die schauspielerische Leistung der Akteure wurde in zahlreichem Szenenapplaus und großem Abschlussbeifall gewürdigt. Viele Gäste kündigten an, im nächsten Jahr bei der 28ten Vorstellung wieder dabei sein zu wollen.

Weiter trugen zum Gelingen bei:

Auftakt und Begrüßung: Markus Schäfer und Holger Esser
Souffleusen: Iris Grünewald und Edith Stumm
Bühnenbau und Technik (verantwortlich) Thorsten Harnecker und Björn Weirich mit dem gesamten MHD-Team
Service: CCW und MV Weiler

Weitere Informationen

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