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Malteser Weiler bei Bingen

"Alles Bongo - Bongo!" (2009)

Bericht von Wolfgang Muskau

Die Laiendarsteller des MHD Weiler haben bei der Aufführung des Stückes "Alles Bongo-Bongo" bewiesen, dass sie auch besonderen schauspielerischen Anforderungen gewachsen sind.

"Komödie in der Komödie" hätte der Titel für den Dreiakter "Alles Bongo-Bongo!" von Erich Koch auch lauten können, denn diese musste Kurt Blaumann (Sven Schaumlöffel) der reichen Schwester und "Erbtante" Laura (Freia Schmitt) aus Afrika vorspielen, um zu vertuschen, dass er ihr mit allerlei erfundenen teuren Operationen, Familienereignissen, einschließlich dem Tod seiner eigenen Frau, das Geld aus der Tasche gezogen hatte und die nun leibhaftig zu Besuch kam.

Die letzte Prämie steht für die angebliche Vermählung seiner Tochter Gabi (Julia Wanderer) beziehungsweise der unmittelbar bevor stehenden Geburt deren Tochter ins Haus. Um an das Geld zu kommen spielt schließlich die ganze Familie mit. Ehefrau Ulla (Anna Schadt), die angeblich verstorben ist, muss sich sogar als türkische Putzfrau "Ülla Nurmirnet" - "Ich nix versteh'n, nur Putze" - ausgeben. Als Gabis Ehemann Viktor muss schließlich der Freund der Familie Uwe (Holger Esser) herhalten, obwohl er, in Tennisröckchen gekleidet ein rosa Täschchen schwingend, nur mit Gabi auf den Court wollte. Dass dieser momentan die feminine Seite seiner Männlichkeit auslebt, dem ständig der künstliche Bart abfällt, macht die Geschichte nur amüsanter. Seine Art zu spielen, brächte den größten Griesgram zum Lachen.

Ähnlich ist es, wenn ständig und immer im "richtigen" Augenblick die neugierige Postbotin "Trine" (Ursula Harnecker) auftaucht, alles, auch aus heimlich geöffneten Briefen weiß, beim weitererzählen die Tatsachen verdreht und damit für weitere Verwirrung sorgt.

Als Laura auftaucht und Häuptlingssohn "Idi Kongolus" alias Kongo (Thomas Marra) im Gepäck hat, ist Weiler um einen Medizinmann reicher. Seine magischen Tänze und Gesänge treiben dem Publikum ebenfalls die Lachtränen in die Augen. Mit einem Liebestrank soll er den angeblichen Witwer Kurt für Trine empfänglich machen. Bei deren Versuch, ihren Mann nach arabischer Manier zu verstoßen, ist das Chaos perfekt.

Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als Laura bei der längst fälligen Geburt dabei sein will und "Kongo" als Geburtshelfer auserkoren hat. Bei dessen Einleitung der schmerzfreien Geburt mittels eines Schlafzaubers, der eigentlich nur Frauen anspricht, fällt Viktor prompt mit in Trance. Doch trotz aller Fähigkeiten Kongos, kommt bei der Entbindung der Scheinschwangeren nur ein Kissen ans Tageslicht.

Jetzt reicht es allen: Viktor, der längst gemerkt hat, dass Gabi ein Auge auf Kongo geworfen hat, entledigt sich seines männlichen "Outfits", Gabi bekommt Kongo und der Hausfriede wird, allerdings mit anderen Vorzeichen, wieder hergestellt. Bongo-Bongo!

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