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Malteser Weiler bei Bingen

"Der Heiler von Weiler" (2015)

Ein Dreiakter von Bernd Kietzke

Bericht von Wolfgang Muskau

Eine brillante schauspielerische Leistung bot erneut das Theaterteam des Malteser Hilfsdienstes (MHD) Weiler in dem Dreiakter  „Der Heiler von Weiler“. Die Spielfreude des Ensembles sprang bald über ins Publikum und wurde mit vielen Lachern und Szenenapplaus belohnt. Auch der Autor Bernd Klietztke, im Saal anwesend, war begeistert von der Umsetzung seines Stückes.

Kernstück der Komödie waren die unkonventionelle Methoden des Dr. Bacchus (Sven Schaumlöffel) die den umliegenden Apotheken und Krankenhäusern die Patienten entzogen: Die Weilerer waren erstaunlich gesund!  Dies rief auch bald einen Vertreter der Ärztekammer in Person von Hans Werthmann (Holger Esser) auf den Plan der dem Landarzt auf den rechten Pfad der Schulmedizin zurückbringen sollte. Doch diesen hauten dessen  Heilungsmethoden nach Hausbesuchen in Anwendung von Hausmannkost und Wein letztlich auf die Bretter der Praxis.

Das Ganze wurde mit inszeniert von der Sprechstundenhilfe „Lore Ley“ (Freia Schmitt), die sich außer ihrem normalen Dienstplan von Labor und Bereitstellung der Probiergläser für die nächste „Schluckimpfung“ um den richtigen Schliff der Bauerntochter Chantal Bollermann (Lea Schieferstein) und um den richtig terminierten Einsatz des gescheiterten Schauspielers „Ebby Coolman“ (Thomas Marra) zu kümmern. Dieser bewies die Weltoffenheit der Praxis in immer neuer Verkleidung und seine Sprach-Gewandtheit als Sächsin „Lieschen Röschen“ als Bayer, Schotte  und Scheich Abdullah……) endgültig, dass Weiler demnächst als Bad anzuerkennen sei.

Dies lässt die Augen der Bürgermeisterin Minna Moritz (Annika May) besonders glänzen, die zumal ein Auge auf „ihren Hans“ geworfen hat. Ihr Sohn Max (Markus Schäfer) hat in seiner ihm eigenen Kreativität, den Dorfbrunnen mittels Pipelines aus örtlichen Winzerkellern zu einem Weinbrunnen umfunktioniert. Mittlerweile haben auch alle der ständig über ihren Gatten nörgelnden Wilma Öfter beigebracht, wie sie dessen Standfestigkeit erhöhen kann. Dabei stellte sich auch heraus, dass die Detektivin Lisa Groß (Rica Bergmann) von Otto Öfter wg. des Verdacht einer Untreue seiner Frau zu Bacchus beauftragt wurde. Mit zur Aufklärung  der Zusammenhänge beigetragen hatte übrigens der „Putzteufel“ Ambrosia“ (Julia Wanderer), die sich öfter in den Akten des Arztes Durchblick verschafft hatte.

Nachdem jeder Topf seinen Deckel gefunden hatte, fanden sich alle zusammen auf der Bühne von „Bad Weiler“, begleitet zum Weilerer Lied mit Udo Rohleder.

Eine Überraschung gab es auch in Form einer Jubiläumstorte für 25 Jahre Bühnenarbeit an Freia Schmitt beim MHD. Dieser bedankte sich auch bei allen Beteiligten und den Helfern des CCW und des MV Weiler.
Als Souffleusen fungierten Iris Grünewald und Edith Stumm. Maske: Gabi Räuber und Melanie Müller. Eröffnung und Begrüßung: Thomas Marra und Daniel Marra als Gerda Wurst.

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